Verteilung des Objektschlüssels und Feldaktivierung
Zusammenfassung
Diese Seite behandelt die Feldaktivierung für Objekte im Modus 2 (Privat/VPN) und Modus 3 (Edge), bei denen ein Agent vor Ort den Objektschlüssel verwendet, um Kameras zu aktivieren. Kameras im Modus 1 (öffentliche IP) werden direkt über die Cloud ohne Agent vor Ort konfiguriert, sodass sie den Objektschlüssel nicht zur Aktivierung benötigen — obwohl für jedes Objekt dennoch ein Schlüssel generiert wird. Behandelt werden: Was die Verteilung des Objektschlüssels bewirkt, Wie die Verbindung zur Cloud zurück hergestellt wird, Format und Sicherheit.
Was die Verteilung des Objektschlüssels bewirkt
Ein Objektschlüssel ist die sichere Anmeldeinformation, die die Kameras eines physischen Objekts mit der GC Surge Cloud verbindet. Wenn ein Objekt in der Konfiguration erstellt wird, wird automatisch ein Objektschlüssel generiert. Die Weitergabe dieses Schlüssels an den Ansprechpartner vor Ort ist der Schritt, der die Feldaktivierung auslöst — ohne ihn können Kameras nicht konfiguriert werden und das Objekt kann nicht in Betrieb gehen.
Der Ansprechpartner vor Ort schließt die Aktivierung mit dem GDA (Windows) ab. Schritte zum Download und zur Installation finden Sie unter Objekte einrichten.
Dieser Prozess verbindet die cloudseitige Verwaltung mit der physischen Kameraeinrichtung. Die korrekte Durchführung entscheidet darüber, ob ein Objekt planmäßig in Betrieb geht.
Wie die Verbindung zur Cloud zurück hergestellt wird
Während der Aktivierung bindet der Objektschlüssel die lokale Erkennungssitzung an den bereits in GC Surge erstellten Objektdatensatz. Dadurch landen die im Feld erkannten Kameras im richtigen Mandanten und im richtigen Objekt, ohne dass im Nachhinein eine manuelle Neuzuordnung erforderlich ist.
Format und Sicherheit
Das Präfix GCSK- kennzeichnet die Zeichenfolge als Objektschlüssel. Der Schlüssel ist pro Objekt eindeutig und dient als Authentifizierungstoken für die Aktivierung dieses Objekts.
- Behandeln Sie den Objektschlüssel als Aktivierungsgeheimnis für ein einzelnes Objekt.
- Geben Sie ihn nur an den Techniker oder Partner weiter, der für die Aktivierung verantwortlich ist.
- Wenn er an die falsche Person gesendet wurde, aktualisieren Sie den Ansprechpartner in der Objekte-Tabelle und senden Sie ihn erneut an den richtigen Ansprechpartner.
- Sobald ein Objekt aktiv ist, kann der Objektschlüssel beliebig rotiert werden — er ist nur während des einmaligen Aktivierungs-Handshakes relevant, sodass eine spätere Rotation keine betrieblichen Auswirkungen hat.
Zustellkanäle
- WhatsApp-Deeplink (empfohlen) — Der Objektschlüssel wird als WhatsApp-Nachricht gesendet. Der Ansprechpartner vor Ort kopiert ihn in den GDA auf seinem PC. Schnelle Zustellung mit zeitgestempeltem Nachweis.
- E-Mail — Der Objektschlüssel wird als Klartext gesendet. Der Ansprechpartner vor Ort muss ihn manuell in den GDA kopieren. Dies funktioniert, ist jedoch fehleranfälliger — ein einziger Zeichenfehler im Schlüssel verhindert die Aktivierung.
- QR-Code — Das Dialogfeld zum Senden des Objektschlüssels zeigt einen QR-Code an. Beim Scannen zeigt der QR-Code den Objektschlüssel an, den der Ansprechpartner vor Ort in den GDA auf seinem PC eingeben kann. Nützlich für die persönliche Übergabe.
So senden Sie einen Objektschlüssel
- Öffnen Sie Konfiguration über die Seitenleiste.
- Suchen Sie das Zielobjekt in der Tabelle „Hinzugefügte Objekte“.
- Klicken Sie auf das Menü ⋯ Aktionen für dieses Objekt und wählen Sie Objektschlüssel senden. Alternativ können Sie das Objekt auswählen, um das Detailfenster zu öffnen, und oben rechts im Fenster auf die Schaltfläche Objektschlüssel senden klicken.
- Das Dialogfeld Surge Onboarding – Mobile App – Objektschlüssel wird geöffnet und zeigt den vollständigen Objektschlüssel sowie einen QR-Code an. Die Kontakt-E-Mail-Adresse und die Telefonnummer werden zur Bestätigung angezeigt.
- Wählen Sie Ihre Zustellmethode: Klicken Sie auf WhatsApp erneut senden oder E-Mail erneut senden. Wenn der Ansprechpartner vor Ort anwesend ist, kann er den QR-Code direkt vom Bildschirm scannen.
- Stellen Sie sicher, dass der Ansprechpartner vor Ort den Schlüssel erhalten hat, bevor Sie mit der Feldaktivierung fortfahren.
Feldaktivierung (Übersicht)
Sobald der Ansprechpartner vor Ort den Objektschlüssel hat, aktiviert er die Kameras vor Ort: Im selben lokalen Netzwerk wie die Kameras öffnet er das Aktivierungstool, gibt den Objektschlüssel ein, lässt es die ONVIF-Kameras erkennen und bestätigt — die Kameras werden dann als konfiguriert angezeigt. Der GDA muss weiterhin auf dem PC laufen — er übernimmt die laufende Alarmweiterleitung für private Objekte.
Die vollständige Aktivierungsprozedur — Voraussetzungen, Netzwerkanforderungen, ONVIF-Einrichtung je Kameramarke, was auf jeder Kamera konfiguriert wird und die Pipeline-Verifizierung — finden Sie unter Genie Discovery Agent (GDA) — Feldaktivierung.
Hinweise für große Bereitstellungen
- Protokollieren Sie jeden Versand — erfassen Sie den Objektnamen, das Versanddatum des Objektschlüssels, die Zustellmethode, den Namen des Empfängers und das Bestätigungsdatum.
- Bestätigen Sie den Empfang, bevor Sie zum nächsten Objekt übergehen — ein gesendeter, aber nicht empfangener Schlüssel verzögert die Aktivierung um Tage.
- Legen Sie eine Aktivierungsfrist fest — Objekte, die ihren Schlüssel erhalten, aber nicht innerhalb von 48 Stunden aktiviert haben, benötigen eine Nachverfolgung.
- Testen Sie die Zustellmethode vorab — testen Sie WhatsApp, E-Mail und QR intern, bevor Sie sie mit externen Ansprechpartnern vor Ort verwenden.
- Weisen Sie einen einzigen Verantwortlichen für den Versand zu — geteilte Verantwortung führt zu doppelten Sendungen, verpassten Bestätigungen und Verzögerungen.
Wenn ein Objektschlüssel den falschen Ansprechpartner erreicht
Wenn ein Objektschlüssel an die falsche Person gesendet wurde, senden Sie ihn direkt aus dem Dialogfeld Objektschlüssel senden erneut an den richtigen Ansprechpartner — Sie müssen das Objekt nicht zuerst bearbeiten:
- Öffnen Sie in der Konfiguration das Objekt und klicken Sie auf Objektschlüssel senden (über das Menü Aktionen (⋯) oder die Schaltfläche Objektschlüssel senden im Detailfenster).
- Geben Sie im Dialogfeld Surge Onboarding die korrekte Telefonnummer und/oder E-Mail-Adresse in die optionalen Felder ein.
- Klicken Sie auf WhatsApp erneut senden oder E-Mail erneut senden, um den Schlüssel an den korrigierten Ansprechpartner zu senden.
Ein Objektschlüssel hat keine Auswirkung auf bereits aktive Kameras — er wird nur während des einmaligen Aktivierungs-Handshakes verwendet, sodass der Schlüssel nach der Aktivierung eines Objekts keine weitere betriebliche Rolle spielt.
Fehlerbehebung
- Schlüssel nicht über WhatsApp erhalten — stellen Sie sicher, dass die WhatsApp-Nummer des Empfängers die korrekte Landesvorwahl enthält und dass die Nachricht zugestellt wurde. Falls nicht zugestellt, senden Sie ihn erneut per E-Mail.
- WhatsApp-Nachricht öffnet sich nicht korrekt — senden Sie sie erneut per E-Mail. Der Ansprechpartner vor Ort benötigt nur den Text des Objektschlüssels.
- Schlüssel vom GDA abgelehnt — Tippfehler bei der manuellen Eingabe. Kopieren Sie den Schlüssel sorgfältig erneut aus der WhatsApp-Nachricht oder E-Mail.
- Kameras erreichen nicht den Status „konfiguriert“ — die Kameras befinden sich nicht im selben Netzwerk wie das GDA-Gerät, oder WS-Discovery ist blockiert. Überprüfen Sie die Netzwerkverbindung und prüfen Sie auf eine VLAN-Isolierung zwischen den Kameras und dem GDA-Gerät.
- Kamera während der Aktivierung nicht erkannt — ONVIF nicht aktiviert, Kamera in einem anderen Subnetz oder nicht unterstütztes Modell. Aktivieren Sie ONVIF auf der Kamera über deren Weboberfläche und überprüfen Sie die Übereinstimmung des Subnetzes.
- Schlüssel an den falschen Ansprechpartner gesendet — öffnen Sie Objektschlüssel senden, geben Sie die korrekte Telefonnummer oder E-Mail-Adresse in die optionalen Felder des Dialogfelds ein und klicken Sie auf Erneut senden. Siehe „Wenn ein Objektschlüssel den falschen Ansprechpartner erreicht“ oben.